ORS Service GmbH

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Handelsgericht Wien

 

Die ORS Service GmbH

betreut im Auftrag der Republik Österreich seit 2012 alle Asylsuchenden, die sich in Bundesbetreuung befinden. Darüber hinaus betreiben wir auch einzelne Betreuungseinrichtungen im Auftrag verschiedener Bundesländer.  

 

Wir garantieren zuverlässige, qualitativ höchstwertige, zugleich effiziente und zertifizierte Betreuung der uns anvertrauten Asylsuchenden und setzen dafür über 600 MitarbeiterInnen in den Bereichen Sozialarbeit, psychologische und medizinische Betreuung, Gastronomie, Facility Management und Weiterbildung ein.   

 

Als wirtschaftlich orientiertes Unternehmen garantieren wir nicht nur politische und religiöse Neutralität, sondern natürlich auch höchste Effizienz in der Verwendung öffentlicher Mittel. Deshalb bieten wir bestimmte Tätigkeitsfelder wie z.B. die Rechtsberatung der Asylsuchenden nicht an, um Interessenskonflikte mit unserem Auftraggeber, der Republik Österreich, von Anfang an auszuschließen.  

 

Aus unserem Betreuungsalltag:

Mi

20

Mai

2020

Neuer CoVID19 Fall in Traiskirchen: Es ist noch nicht vorbei!

Während sich das Leben in Österreich langsam wieder in Richtung Normalität entwickelt, müssen unsere SozialarbeiterInnen in den Betreuungseinrichtungen weiterhin die Einhaltung der social-distancing Regeln und der Maskenpflicht sicherstellen. Keine leichte Aufgabe in der allgemeinen Aufbruchstimmung. Der gestern in unserer Betreuungseinrichtung in Traiskirchen aufgetretene Fall einer neuerlichen Corona-Infektion zeigt uns leider deutlich: Es ist noch nicht vorbei! An jedem Tag können neue Fälle auftreten und sich insbesondere in allen Gemeinschaftsunterkünften wie Flüchtlings- oder Altersheimen schnell ausbreiten.

 

Alles was man dagegen tun kann, wird getan! So haben wir nach wie vor

  • in allen Einrichtungen eigene Trakte, Stockwerke oder ganze Gebäude für die Absonderung aller Personen reserviert, die Symptome zeigen. 
  • Bis zum Eintreffen negativer Testergebnisse werden auch diesen Menschen nahestehende Personen (Familie, Zimmermitbewohner) in eigene Bereiche übersiedelt. 
  • Beim Betreten jeder Einrichtung wird vom Torposten Fieber gemessen.
  • Unsere Arztstationen mit Ärzten und medizinischem Fachpersonal untersuchen jeden Verdachtsfall und sind in engem Austausch mit den Gesundheitsbehörden. 
  • Wenn ein positiver Coronafall auftritt, erstellen wir mithilfe von Dolmetschern sofort ein umfangreiches Kontaktprofil der betroffenen Person, um den Behörden wirksames Containment zu ermöglichen.
  • Die Essenszeiten wurden ausgeweitet und der Zugang zu den Speisesälen unserer Betreuungseinrichtungen erfolgt gestaffelt, sodass das Einhalten der Abstandsregeln auch beim Essen möglich ist. 
  • Beim Verlassen des Zimmers gilt auf dem gesamten Areal aller Einrichtungen eine umfassende Maskenpflicht für AsylwerberInnen und MitarbeiterInnen.
  • Die bestehende Schutzausrüstung für Asylsuchende besteht aus Masken, die flächendeckend und in ausreichender Anzahl allen Asylsuchenden zur Verfügung stehen. Das Betreuungspersonal wurde mit Gesichtsvisieren ausgestattet und MitarbeiterInnen in den Arztstationen und Isolierbereichen verwenden zusätzlich noch FFP2-Schutzmasken und Schutzanzüge.
  • Die AsylwerberInnen werden von unseren SozialarbeiterInnen laufend, intensiv und individuell über die Gefahren des Coronavirus aufgeklärt und zur Befolgung der Abstands- und Hygieneregeln angehalten. Dies stellt momentan eine besondere Herausforderung dar, weil dadurch das üblicherweise gesellig gefeierte Fastenbrechen im laufenden Ramadan stark eingeschränkt wird.
  • Unsere PsychologInnen leisten mehrsprachige Hilfe und bekämpfen die Verunsicherung, die viele AsylwerberInnen verständlicherweise verspüren. 
  • Um größeres Verständnis und bessere Mitwirkung unter den AsylwerberInnen zu erreichen, haben wir Informationsvideos in 11 Sprachen produziert und inzwischen 5 Ausgaben der "Corona Updates", einem gedruckten Informationsblatt mit aktuellen Entwicklungen und Hinweisen zu "fake news", in den 7 gängigsten Sprachen verteilt. Darüber hinaus sind alle Verhaltensregeln mit Piktogrammen und kurzen Erläuterungen ebenfalls in diesen Sprachen plakatiert. 
  • Die Sanitärbereiche sind natürlich in hygienisch einwandfreiem Zustand und nicht erst seit der Coronakrise selbstverständlich immer mit Desinfektionsmittelspender ausgestattet. Desinfektionsmittel stehen zusätzlich an allen Knotenpunkten in den Einrichtungen zur Verfügung. (Diese Klarstellung sollte eigentlich nicht notwendig sein, diverse Falschnachrichten in mehreren Tageszeitungen zwingen uns aber leider dazu.)

All diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass bislang in unseren Betreuungseinrichtungen in ganz Österreich nur 14 Personen positiv auf den Coronavirus getestet wurden. Die gemeinsam mit der Gesundheitsbehörde entworfenen Maßnahmen haben dazu beigetragen, die weitere Ausbreitung des Virus zu reduzieren. Einerseits kann aber niemand die permanente Einhaltung der Verhaltensregeln durch hunderte Personen garantieren und andererseits verläuft die Infektion sehr oft ohne Symptome, deshalb sind wir (und waren wir auch immer) für den Ernstfall gerüstet.

 

Das von der Behörde angekündigte Screening wird wesentlich dazu beitragen, die Cluster-Forschung zu unterstützen und weitere Kenntnisse über das Ausmaß der Infizierten ohne Symptome in unserem Arbeits- und Lebensumfeld zu erhalten.

 

In den vergangenen zwei Monaten haben wir bereits gezeigt, dass wir die Versorgung und Betreuung unserer KlientInnen auch unter den erschwerten Bedingungen einer Quarantäne aufrecht erhalten können. Wir hoffen für die betroffenen AsylwerberInnen und unsere MitarbeiterInnen in Traiskirchen, dass es dieses Mal nicht so lange dauern wird. 

Di

12

Mai

2020

Spenden im Ausmaß von einer Tonne werden für minderjährige Flüchtlinge in Griechenland weit über die Covid19-Pandemie hinaus einen Unterschied machen!

Die ORS-Gruppe und Zeuxis, die griechische Nichtregierungsorganisation, die gefährdeten Menschen wie Opfern von Menschenhandel, Migranten und Alleinerziehenden Unterstützung bietet, haben sich zusammengeschlossen, um minderjährigen Flüchtlingen, die sich derzeit in Griechenland aufhalten, zu helfen.

 

Die Partnerschaft zwischen ORS und Zeuxis führte zu einer Spende von 1 Tonne Waren für minderjährige Mädchen und Jungen, die von Traiskirchen nach Athen verschifft wurden. Die Spende besteht aus verschiedensten Arten von Kleidung wie Hosen und Jacken, Schuhen, Leinen, Kissen und Decken sowie Körperpflege- und Hygieneartikel.

 

Wir freuen uns sehr darüber, dass es uns gelungen ist, diese lebenswichtigen Güter zu sammeln und nach Griechenland zu senden, wo sie bereits verteilt werden. Wir hoffen, dass dies ein guter Anfang unserer Arbeit zur Unterstützung Griechenlands bei der Betreuung von Flüchtlingen und Migranten aller Altersgruppen sein wird.

 

Bild 1: Ein Teil des ORS Teams in Traiskirchen verabschiedet die Ladung

 

Bild 2: MitarbeiterInnen von Zeuxis nehmen die Spende in Empfang

Di

07

Apr

2020

Unser erster Corona-Patient ist wieder gesund!

Das ist Mohamed aus unserer Betreuungseinrichtung in Bergheim (Salzburg). Mitte März bestätigt sich der Verdacht, dass er sich mit Covid 19 (Corona) infiziert hat. Für 19 lange Tage musste er allein in einem Zimmer in Quarantäne gehen. In den ersten 4 Tagen war er sehr müde und hat nur geschlafen. Besonders gequält hat ihn dabei die Kurzatmigkeit, gegen die nur frische Luft aus dem offenen Fenster ein wenig Abhilfe verschaffte.

Ab dem 5. Tag fühlte er sich aber wieder ganz normal! Die Zeit verbrachte er damit, auf dem Handy alle Informationen zum Coronavirus zu lesen, aber was ihm am meisten geholfen hat war Sport! Liegestütze und andere Übungen haben ihm dabei geholfen sich besser zu fühlen und die Zeit zu vertreiben. Außerdem sagt er, war er sehr froh über die vielen Besuche der ORS-MitarbeiterInnen! Sie waren oft bei ihm und haben ihm Motivation gegeben. 

Nun ist es geschafft! Ein Arzt bestätigt, dass er wieder okay ist! Er darf die Quarantäne verlassen und sein altes Zimmer beziehen. Er ist froh, alles gut überstanden zu haben und hat eine Botschaft an alle: 

„Habt keine Angst. Ich hatte große Sorgen, aber es war nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. Haltet Euch an die Vorgaben, dann können wir diesen Virus besiegen!“

Mi

01

Apr

2020

Quarantäne sinnvoll nützen

Das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen steht bekanntlich unter Quarantäne. Für Frau Lusine V. ist das aber kein Grund zum Trübsal blasen! Sie hat bei unserem ORS-Team um eine Nähmaschine und ausreichend Stoff angefragt und mit dem Nähen von Gesichtsmasken begonnen. Diese werden dann unter den Bewohnern verteilt. Die Aktion findet inzwischen so viele Nachahmerinnen, dass wir bereits neue Nähmaschinen bestellt haben. Vielen Dank für die Initiative, Lusine!

Über unsere Arbeit:

Einen einmaligen Einblick in unsere Arbeit vermitteln diese Publikationen: 

 

Wer in der Schweiz um Asyl anklopft, hat bereits eine lange Reise hinter sich und eine schwierige Geschichte auf dem Buckel. Doch ausruhen können sich die Asylsuchenden nicht. Die nächste Herausforderung wartet: die Integration. Im Kanton Freiburg zeigt die ORS, wie sie die ankommenden Menschen auf der nächsten Etappe ihres Weges begleitet.

 

In der Schweiz leben über 56 000 anerkannte Flüchtlinge. Die meisten ohne Job. Das kostet die Öffentlichkeit einen Haufen Geld, die Wirtschaft potenzielle Arbeitskräfte und die betroffenen Menschen einen Teil ihrer Selbstachtung, weil sie nicht für ihr eigenes Leben aufkommen können. Hätten mehr eine Arbeit, könnten alle profitieren.

 

Der Aufbau einer Asylunterkunft, das klingt zunächst wie die Bändigung eines Papiertigers: Leistungsvorgaben, Prozesse, Qualitätsmanagement. Dabei geht es doch darum, geflüchtete Menschen möglichst gut zu betreuen. Das stimmt, und genau deshalb braucht es neben Sozialkompetenz auch Effizienz – und viel Laufarbeit wie das Beispiel von Sigmaringen zeigt.

ORS Gruppe publiziert Geschäftsbericht:

Erstmals in der Unternehmensgeschichte veröffentlicht die ORS Gruppe einen Geschäftsbericht. Er gibt Einblicke in das sich stark im Wandel befindende Tätigkeitsgebiet und vermittelt rückblickend Eindrücke aus unserer Arbeit, ohne dabei auf Ausblicke in die Zukunft zu verzichten.